SumpfohreuleNorwegen & Finnland
SumpfohreuleNorwegen & Finnland
02 / Hinter der Kamera
Henk Reinicke mit Kamera und Teleobjektiv im Wald.

Henk Reinicke.

Eine Leidenschaft fürs genaue Hinsehen.
Fasziniert von den leisen Momenten.

Meine ersten Begegnungen mit Wildtieren hatte ich auf Waldspaziergängen mit meinem Vater, lange bevor ich eine Kamera dabei hatte. Mit zehn bekam ich meine erste eigene.

Mehr…Instagram @henks.pics ↗Tierfotografie · henks.pics

Hinter
der Kamera.

Henk Reinicke
Eine Leidenschaft fürs genaue Hinsehen.

Henk Reinicke hält Kamera und Teleobjektiv im Wald.
Henk Reinicke / Hinter den Bildern

Auf einem meiner ersten Tierfotos war kaum mehr als ein gelber Punkt zu erkennen. An die Begegnung erinnere ich mich noch genau.

Mein Vater und ich waren gerade aus dem Wald gekommen, als ich am Waldrand etwas Goldenes entdeckte, das sich bewegte. Es war eine Goldammer. Bis dahin hatte ich nicht gewusst, dass es hier in Deutschland einen Vogel mit so leuchtenden Farben gibt.

Schon als kleines Kind war ich mit meinem Vater oft im Wald unterwegs. Wir begegneten Rehen, Füchsen, Vögeln und Kröten, und die Tiere um uns herum faszinierten mich immer mehr. Mit neun entstand der Wunsch, etwas von diesen Begegnungen festzuhalten. Zu meinem zehnten Geburtstag bekam ich eine kleine Kompaktkamera. Mein Vater kaufte sich ungefähr zur gleichen Zeit ebenfalls eine.

Die Fotos wurden mit der Zeit besser. Das Staunen über diese Begegnungen ist geblieben.

Neue Orte.
Dieselbe Neugier.

Irgendwann begannen wir, gemeinsam gezielt für die Tierfotografie zu verreisen. Estland war unser erstes Ziel im Ausland. Viermal kehrten wir zurück, angezogen von der Ruhe rund um Matsalu und Begegnungen, über die wir noch heute sprechen: ein Goldschakal, der uns neben einem Heuballen beobachtete, und unsere erste fotografierte Eule, ein Habichtskauz im Schnee.

Spätere Reisen führten uns nach Nordnorwegen und Finnland, dann auf die Seychellen. Jeder Ort brachte unbekannte Arten, anderes Licht und neue Perspektiven mit sich.

Mein Vater ist bis heute Teil dieser Geschichte. Viele der Begegnungen hinter diesen Bildern sind gemeinsame Erinnerungen.

Was mit einer kleinen Kamera und einem gelben Vogel in der Ferne begann, geht mit jeder Reise weiter. Auch mit denen ganz in der Nähe.

Beim Fotografieren an einer gefrorenen, verschneiten Küste.
Genauer hinsehen, auch im Winter.